Unsere Philosophie
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"Unternehmer in eigener Sache“ zu sein, ist
das Fundament für Employability.
Employability oder individuelle Arbeitsmarktfähigkeit basiert – jenseits
der
fachlichen Qualifikation – in hohem Maße auf überfachlichen
Kompetenzen
sowie grundsätzlichen Einstellungen und Haltungen. Diese sind branchenübergreifend
und international gültig und werden zunehmend erfolgskritisch.
Das Bewusstsein für die Bedeutung der fachlichen
Qualifikation und deren
Aktualisierung ist in der Regel vorhanden. Die Bedeutung
der überfachlichen
Kompetenzen und der „richtigen“ Grundeinstellung
wird seitens der Arbeitnehmer
allerdings eher unterschätzt. Sie sind außerdem sehr viel schwerer
zu
fassen und zu entwickeln.
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Die Verantwortung für die Entwicklung der beschriebenen
Schlüsselkompetenzen
liegt bei jedem Einzelnen; hierfür förderliche Rahmenbedingungen
zu
schaffen ist eine der wichtigsten Aufgaben für Führungskräfte
und Personalmanagement
in den Unternehmen, die angesichts des Wandels zur Wissensgesellschaft
auf wettbewerbsfähiges „Human Capital“ mehr denn je
angewiesen sind.
Philosophie und zentrale Forderungen
Die Initiative „Wege zur Selbst-GmbH“ versteht
sich – wie
beschrieben – als
unternehmerische Plattform und als Netzwerk von Verantwortlichen im
und für
das System Arbeit mit dem Ziel der lebenslangen und nachhaltigen Employability
bzw. Arbeitsmarktfähigkeit, der Förderung einer Kultur der
Selbstverantwortung
sowie des unternehmerischen Handelns für Kompetenzentwicklung.
Die
Initiative „Wege zur Selbst-GmbH“ sieht sich für
eine entsprechende
Bewusstseinsbildung als professioneller Impulsgeber für die
Arbeitswelt insgesamt, und insbesondere in Unternehmen hinein.
In der gemeinsamen
Netzwerkarbeit sollen innovative Ansätze diskutiert und weiterentwickelt
werden, die dem Einzelnen Orientierung bieten und den Unternehmen
sowie ggf. politisch Verantwortlichen helfen, entsprechende Rahmenbedingungen
zu
gestalten.
Die Initiative „Wege zur Selbst-GmbH“ appelliert an alle
Verantwortlichen im
und für das System Arbeit, die gesellschafts- und unternehmenspolitischen
Herausforderungen
anzunehmen und kreative sowie innovative Rahmenbedingungen
und Konzeptionen zur Flexibilisierung und Modernisierung unserer Arbeitswelt
zu entwickeln. Ganz bewusst sollen dabei tradierte Denk- und Handlungsmuster
in Frage gestellt und vorbehaltlos auch unkonventionelle Lösungswege
beschritten werden.
Die Initiative „Wege zur Selbst GmbH“ wird nur dann erfolgreich
sein, wenn wir
gleichzeitig mit der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer/innen
auch die
Produktivität und Effizienz der beteiligten Unternehmen und Organisationen
steigern. Klar ist, dass der Erfolg des „Selbst-Unternehmers/in” untrennbar
mit
den Interessen des Unternehmens und dessen Kunden verknüpft ist.
Statt
Energien in die Verteidigung alter, überholter Besitzstände
zu investieren,
müssen sich alle Beteiligten verpflichten, für eine Stärkung
der Leistungskultur
einzutreten. |
Handlungsfelder |
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Der Zusammenhang von Adressatengruppen und Handlungsfeldern:
| Zielgruppe |
beispielhafte Handlungsfelder |
| Individuum |
Standortbestimmung
Berufliche
Zieldefinition
Kompetenzentwickung
Regelmäßige Selbstreflexion
Networking |
| Personalmanager/-innen |
Personalmangemant-Ausbildung
an Hochschulen
Rekrutierungspolitik HR
Karrierepolitik HR
Professionalisierungsplattformen
HR
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| Unternehmen |
Emloyabiltitymanagement
Personalentwicklungsmaßnahmen
Lern-/Weiterbildungsangebote
Unternehmenskultur
Führungsleitlinien
Kompensationsmodelle
Arbeitsorganisation (Zeit, Ort, Prozesse, Struktur, Inhalt,
usw.)
Gesundheitsförderung
Professionalisierung
der betrieblichen Personalfunktion
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| Gesellschaft |
Bildungssystem
Rahmenbedingungen
für Altersversorgungssysteme
Gestaltungsnormen
für Arbeitsverträge
Tarifverträge
Mitbestimmung
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Unsere Kernthesen |
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1.
Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung statt Passivität
Wir wollen das Selbstbewusstsein aller Arbeitnehmer/innen stärken. Daher
wenden wir uns gegen Anspruchsdenken und Fremdbestimmtheit und fördern
alles, was dazu dient, Eigenverantwortung und Gestaltungsfreude zu steigern.
Unser Ziel ist es, möglichst viele Arbeitnehmer/innen dafür zu begeistern,
sich
als Unternehmer/in ihrer eigenen Arbeitskraft zu begreifen. Im Vordergrund
steht die persönliche Verantwortung, die der Einzelne für seinen Lebensweg
und
seine berufliche Entwicklung übernimmt.
Selbst-Unternehmer/innen zeichnen sich durch Eigenständigkeit, Eigenbestimmtheit,
Eigenverantwortung und Eigeninitiative sowie durch die Bereitschaft wie
die Fähigkeit aus, den Geschäftserfolg für ihre „Selbst-GmbH” zu
optimieren.
Da hierdurch nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
steigt, sind hinderliche betriebliche Rahmenbedingungen zu beseitigen
und entsprechend
veränderte, unterstützende betriebliche Rahmenbedingungen zu
schaffen. Allerdings darf das Plädoyer für Eigenverantwortung
nicht zu
Egozentrik und Rücksichtslosigkeit führen.
„Selbst-Unternehmer/innen” sind sich voll bewusst, dass sie auf
andere, auf
deren Vertrauen und deren Unterstützung angewiesen sind, ob es
sich nun um
Mitarbeiter, Kollegen, Kunden oder Lieferanten handelt.
„Selbst-Unternehmer/innen” wissen: Das Ganze ist mehr als
die Summe seiner Teile.
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2.
Kompetenzentwicklung und Arbeitsmarktfähigkeit (Employability) statt
Arbeitsplatzfixierung
Unternehmen müssen Arbeitnehmer/innen in die Lage versetzen, die Zukunftsfähigkeit
ihrer Kompetenzen zu beurteilen, die eigenen Potenziale richtig einzuschätzen
und schließlich eigenverantwortlich deren Weiterentwicklung zu
betreiben.
Feedback-Systeme, die einen Abgleich von Eigen- und Fremdbild
ermöglichen,
helfen dem Einzelnen, Handlungsfelder zu erkennen und den eigenen Marktwert
bzw. die individuelle Beschäftigungsfähigkeit zu beurteilen. Nicht
zuletzt
weniger qualifizierte und schwächere Mitarbeiter/innen erkennen so rechtzeitig
Defizite, die dann präventiv und gezielt behoben werden können.
In diesem Zusammenhang regen wir an, die betrieblichen Weiterbildungsprogramme
konsequent auf die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit auszurichten
und möglichst unternehmensübergreifend einen Kanon an Kompetenzen
zu verabschieden, der in besonderem Maße aufgabenunabhängige Persönlichkeits-,
Methoden- und Führungskompetenzfelder berücksichtigt.
Ein nächster konsequenter Schritt ist dann, die beschriebenen Kompetenzen
nach einem unternehmensübergreifend verbindlichen Standard verlässlich
zu dokumentieren.
Die Devise muss also lauten: Dauerhaft fit für den Arbeitsmarkt statt
dauerhaft fest auf einem Arbeitsplatz.
Weiterbildung nutzt Arbeitnehmern/innen wie Arbeitgebern/innen. Zum
jetzigen Zeitpunkt gehen die damit verbundenen Kosten für Arbeitszeit,
Raum und Organisation allerdings in der Regel alleine zu Lasten der Unternehmen.
Wenn wir Kompetenzzuwachs nicht nur arbeitsplatzbezogen, sondern
auch über
den Tellerrand hinaus zur Steigerung der langfristigen Beschäftigungsfähigkeit
anstreben, wird konsequenterweise auch – jeweils abhängig vom Inhalt
der
einzelnen Weiterbildungsmaßnahme – über eine neue „Lastenverteilung” zwischen
Arbeitnehmer/innen und Unternehmen nachgedacht werden müssen.
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3. Partnerschaftliche Chancen- und Risikogemeinschaft statt patriachalischer
Unternehmenskultur
In der Vergangenheit war die Bindung an ein Unternehmen häufig durch
Abhängigkeiten,
hierarchische Strukturen und patriarchalen Führungsstil gekennzeichnet.
Künftig wird eine dialogisch-partnerschaftliche, motivierende Führungskultur,
die mündige, eigenbestimmte und zur Eigenverantwortung bereite – ja
dafür
begeisterte – Mitarbeiter/innen fördert, zum kritischen Erfolgsfaktor.
Wertschätzende
und zutrauende Führung gibt Aufgaben statt Vorgaben. Die Bindung an
ein Unternehmen beruht damit nicht mehr auf Abhängigkeiten, sondern
ergibt sich
in einer ganz anderen Qualität durch die Attraktivität eines gestaltbaren
Arbeitsumfeldes.
Anstellungsverhältnisse müssen daher zu neuen Interessen- und
Chancengemeinschaften
auf Gegenseitigkeit werden, die Arbeitnehmer/innen dazu
ermuntern, ja verpflichten, mehr Unternehmergeist zu zeigen und sich selbst
aktiver einzubringen. Erweiterte Handlungsspielräume werden in flexibler,
leistungsgerechter Bezahlung reflektiert. Diese setzt sich aus einem Fixbetrag
und einem variablen (Risiko-)Anteil zusammen, wobei letzterer das Ergebnis
der
individuellen Leistung ebenso berücksichtigt wie die Gesamtleistung
des
Unternehmens (Gewinnbeteiligung).
Wo immer möglich, wird der Anreiz zum unternehmerischen Handeln und
zur
Mitverantwortung dadurch weiter verstärkt, dass die Kompensation
einen
Besitzanteil am Unternehmen (Beteiligung am Produktivvermögen)
erlaubt.
Zeit wird in diesem Umfeld zur unternehmerischen Ressource, mit der
die„
Selbst-Unternehmer/innen” wie die Teams, deren Mitglieder sie
sind, flexibel, eigenverantwortlich und selbstorganisierend umgehen.
Bezahlt wird Leistung statt
Anwesenheit – Vertrauensarbeitszeitmodelle ersetzen das „Stechuhr-Prinzip”.
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4.
Hilfe zur Selbsthilfe statt sozialer Hängematte
Die Forderung nach stärkerer Eigenverantwortung und Entfaltung der unternehmerischen
Fähigkeiten des Einzelnen steht nicht im Widerspruch zur
sozialen Verantwortung der Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeiter/innen.
Ihr Charakter wandelt sich allerdings von „Gießkannen-Benefits“ hin
zu individuelleren
und gemeinsam zu gestaltenden Lösungen.
Wir glauben, dass hierdurch verfügbare Mittel effektiver kanalisiert
werden und
den wirklich Unterstützungsbedürftigen nachhaltiger geholfen werden
kann.
Völlig außer Frage steht zudem die Verpflichtung der
Unternehmen, bei unverschuldeten Notfällen unbürokratisch
zu helfen. Wichtig ist auch, den sozial Schwächeren zu ermutigen
und zu befähigen, in
seinem beruflichen Leben das
Heft des Handelns in die eigene Hand zu nehmen und aktiv an dessen
Gestaltung mitzuwirken.
Mit individuell zu vereinbarender Hilfestellung
wird es in vielen Fällen
gelingen
können, das Selbstbewusstsein in die eigene Kraft zu stärken und eine
passive
Opferhaltung zu überwinden.
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5.
Flexible und individuelle Lösungen statt allgemeiner und starrer
Normen
Kollektivistische Einheits- und Detailregelungen erweisen sich
zunehmend als Fesseln für die Entwicklung der Dienstleistungs-
und Wissensgesellschaft und
werden damit zu einer Gefährdung der Zukunft. Flexible, auf die individuellen
Bedürfnisse von Branchen, Unternehmen, Standorten, Abteilungen, Teams
und die einzelnen Mitarbeiter/innen gleichermaßen anpassbare Konzepte
innerhalb grober, allgemein verbindlicher Rahmenregelungen sind die Schlüssel
zum Erfolg.
Lebens-, Arbeits- und Weiterbildungsphasen, Arbeitsplätze
und -zeiten, Aufgaben, Funktionen und Vergütungssysteme werden
immer wieder neu definiert und angepasst werden müssen. Der
Kunde mit seinen differenzierten Anforderungen und Bedürfnissen
gibt den Takt vor. Der „Selbst-Unternehmer” weiß:
Der Arbeitsmarkt ist und bleibt eindeutig ein Kundenmarkt.
Selbstbewusste
und eigenverantwortliche „Selbst-Unternehmer/innen” benötigen
größtmögliche Gestaltungs- und Handlungsspielräume.
Bietet das
Unternehmen den Mitarbeiter/innen Entfaltungsfreiheit für Kreativität,
geistiges
Potential und unternehmerische Fähigkeiten, führt dies zu mehr Anpassungsfähigkeit
und Innovation und damit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
und der Gewinne. Es entstehen echte „Win-Win-Situationen” für
Unternehmen
und Arbeitnehmer/innen.
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6.
Konstruktiver Dialog statt Konfrontation
Wir suchen den konstruktiven Dialog mit allen Verantwortlichen.
Mit den internen – also Mitarbeitern/innen, Führungskräften, Betriebsräten – ebenso
wie mit den externen – also Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden,
Parteien,
staatlichen Instanzen, Kirchen und Kommunen.
Wir wollen über die jeweiligen Interessen hinaus zu wechselseitigem Verständnis
kommen und gemeinsam Ziele setzen. Wir suchen dazu auch die Zusammenarbeit
mit anderen beschäftigungspolitischen Aktivitäten.
Wir wollen auch mit Schulen und Hochschulen in den Dialog eintreten.
Um bereits in der Ausbildung das Verständnis für die Gedankenwelt der „Selbst-
GmbH” zu wecken, sollten Schüler/innen und Studierende so früh
wie möglich–
genauso wie alle anderen in unserem Bildungswesen Tätigen – mit
dem
modernen System Arbeit und den aktuellen Erfordernissen des Arbeitsmarktes
vertraut gemacht werden.
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Ideen zu Themenkomplexen |
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UnternehmerInnen sind sich bewusst, dass ein Ganzes mehr als die Summe seiner Teile ist.
Unser Aktionsplan: "Themen-Komplexe rund um die Selbst-GmbH"
Thema Arbeitsplatz
Thesen
Der Arbeitsplatz ist in erster Linie kundenorientiert. Er kann am "Standort" der Selbst-GmbH angesiedelt sein, aber die Selbst-UnternehmerInnen sind bereit, ihren Standort zu wechseln, wenn ihre Kundenbeziehungen bzw. die der Unternehmen, für die sie gerade tätig sind, dies erforderlich machen. Daneben ist der Arbeitsplatz mitarbeiter/innen-orientiert. So muß er nicht unbedingt in einem Gebäude des Unternehmens, für das ein/e Selbst-Unternehmer/in gerade arbeitet, angesiedelt sein. Da die Erreichung des gemeinsam definierten Arbeitsziels (Leistung) zählt, und nicht mehr die Anwesenheit am Arbeitsplatz, werden zeitweise Telearbeit und andere neue Arbeitsplatzformen zu selbstverständlichen Alternativen. Der Arbeitsplatz kann also in jeder Hinsicht variieren - nicht zuletzt in Hinblick auf unterschiedliche Lebensphasen der Selbst-UnternehmerInnen, zu denen familienorientierte Zeiten ebenso zählen wie Phasen, in denen sie die Gestaltung ihrer Arbeitsplätze aus anderen individuellen Gründen verändern oder einer neuen Lebenssituation anpassen wollen. Der Aufwand für lebensphasengerechtes Arbeiten muss von der Selbst-GmbH finanziell mitgetragen werden.
Maßnahmen
Die an der Initiative beteiligten Unternehmen erarbeiten "Spielregeln", die konkrete
und sinnvolle Umsetzungen der Arbeitsplatzgestaltung erlauben.
Thema Arbeitszeit
Thesen
Die Arbeitszeit richtet sich nach den Bedürfnissen der Kunden und Kundinnen, sollte aber in diesem Rahmen MitarbeiternInnen Freiräume ermöglichen. Beide Seiten entscheiden über Beschäftigungsdauer und Lebensarbeitszeit. Zeit wird zur unternehmerischen Ressource der Selbst-GmbH, mit der die Selbst-UnternehmerInnen wie die Teams, deren Mitglieder sie sind, flexibel, eigenverantwortlich und selbstorganisierend umgehen. Das bedeutet den Ausstieg aus den festen, überkommenen Vorgaben (7/35) hin zu neuen, variablen Rahmenbedingungen. Da Leistung honoriert wird und nicht Anwesenheit, wird auch Mehrleistung finanziell anerkannt. Mehrleistungs(zeit), die in Geld bewertet wird, muß ebenso transferierbar sein wie Kompensationselemente. Die Möglichkeit befristeter Arbeitsverträge müsste - insbesondere bei projektbezogener Arbeit - zur Selbstverständlichkeit werden.
Maßnahmen
Es gilt Rahmenbedingungen dafür zu entwickeln, dass Leistung bezahlt wird statt Anwesenheit (Vertrauensarbeitszeit statt Stechuhr-Prinzip), Mehrleistung honoriert wird - sowohl in Geld als auch wahlweise durch Zeitguthaben. Dies geschieht durch die Einrichtung von "Leistungskonten", bei denen Leistungszeit in Geld umgerechnet wird und von denen sowohl Zeit wie auch Geld entnommen werden können. Leistungskonten unternehmensübergreifend transferierbar sind. Voraussetzung dafür ist eine Vereinbarung über die Kompensation von Leistung. die beteiligten Unternehmen jeweils einen unabhängig verwalteten Fonds einrichten, um die Kompensation von Leistungen zu gewährleisten. Verlassen die Selbst-UnternehmerInnen ein Unternehmen, können sie die erworbenen Kompensationen "abschöpfen" - sei es in Form von Geld, Zeit oder Sozialleistungen - oder transferieren (mit Fonds).
Thema Lebenslanges Lernen
Thesen
In Hinblick auf ihre Aus- und Weiterbildung begreifen Selbst-UnternehmerInnen
lebenslanges Lernen als hervorragende Chance, die eigenen Fähigkeiten und Talente
kontinuierlich zu erweitern, um damit möglichst viele Funktionen erfolgreich
wahrnehmen zu können. Damit qualifizieren sie sich für unterschiedliche Aufgaben
innerhalb einer Arbeitsgruppe und im Rahmen des Unternehmens, für das sie arbeiten:
Sie sind dort multifunktional einsetzbar. Damit halten sie sich aber auch gleichzeitig
dafür fit, Tätigkeiten in anderen Unternehmen übernehmen zu können. Sie sind
damit aufgeschlossen dafür, ihr Wissen, ihr Können und ihre Erfahrungen genau
da einzubringen, wo sie gerade gebraucht werden, und sie sind gleichzeitig daran
interessiert, das Angebotsspektrum ihrer Selbst-GmbH ständig zu erweitern.
Die
Selbst-GmbH ist sich ihrer Kompetenzen bewusst und übernimmt die Verantwortung
für deren marktgerechte Weiterenwicklung, um beschäftigungsfähig zu bleiben.
So wird lebenslanges Lernen zu einem wichtigen Element der sozialen Sicherung.
Weiterbildung halten Selbst-UnternehmerInnen nicht nur in fachlicher Hinsicht
für sinnvoll und notwendig. Als UnternehmerInnen in eigener Sache brauchen
sie Management-Kompetenz, um Unternehmensorganisationen mitzugestalten und
zu steuern
und entsprechend Organisationsfähigkeit und -wissen. Von besonderer Bedeutung
sind Teamfähigkeit und ihre Bereitschaft zum partnerschaftlichen Dialog.
Darüber
hinaus nutzen sie alle Möglichkeiten, sich für den Umgang mit Vielfalt und
Komplexität
zu qualifizieren. Die Unternehmen leisten ihren Selbst-UnternehmerInnen auch
im Hinblick auf deren Aus- und Weiterbildung Unterstützung. So definieren
sie unternehmensübergreifend einen Kanon an Kompetenzen, der nicht zuletzt
die Persönlichkeits-,
die Methoden- und die Führungskompetenz berücksichtigt. Mit den entsprechenden
transferierbaren Kompetenzen ausgestattet, qualifizieren sich die Selbst-UnternehmerInnen "automatisch" auch
für Arbeitsplätze in anderen Unternehmen. Bei der Frage, welche Lernerfahrung
gerade für sie ansteht, können Feedback-Systeme, die eine Vergleichbarkeit
von Eigen- und Fremdbild ermöglichen, helfen. Für die Selbst-UnternehmerInnen
ist es selbstverständlich, in eigener Verantwortung darüber mitzuentscheiden,
was sie (weiter)lernen wollen und welche Weiterbildungsangebote - zum Beispiel
der
Unternehmen, für die sie arbeiten - sie wahrnehmen wollen. Es ist ihnen ebenso
selbstverständlich, daneben auch eigenes Geld und Freizeit zu investieren,
um sich eigenverantwortlich um ihre Weiterbildung und die Entwicklung ihrer
persönlichen
Berufschancen zu kümmern. Da Weiterbildungsmaßnahmen/ Trainings, die individuell
anpassbar sein müssen, mit dreierlei Aufwand (Zeit, Geld, Vermittlung) verbunden
sind, kommt es jeweils darauf an, gemeinsam darüber zu befinden, wer - also
die Selbst-UnternehmerInnen und/oder das Unternehmen, für das sie gerade
arbeiten - welche Aufwandskomponente trägt.
Die Unternehmen und ihre Selbst-UnternehmerInnen
sind sich darüber einig, dass Weiterbildungsmaßnahmen allein keinen Kompetenzzuwachs
bewirken. Von ebenso großer Bedeutung sind Rollenflexibilität, die Reflexion
der eigenen Lebens- und Arbeitserfahrungen im Rahmen einer kontinuierlichen
Persönlichkeitsentwicklung,
bewusste Kontextwechsel und das Unterbrechen von Gewohnheiten. Zur Förderung
dieser Komponenten können eine Ausweitung der Gruppen- und Projektarbeit
im Unternehmen, der Tausch von Arbeitsplätzen und Sabbaticals beitragen.
Aktuell vom Markt nicht gefragte ("schlafende") Fähigkeiten können Unternehmen
wie Selbst-UnternehmerInnen dazu nutzen, neue Beschäftigungen und Arbeitsplätze
zu (er)finden. Beide Seiten befürworten einen verbindlich vereinbarten Lernpass,
der einen verlässlichen
Standard bietet. Als Nachweis lebenslangen Lernens vermittelt er nicht nur
ein positives Bild von den Selbst-UnternehmerInnen, wenn sie sich bei einem
Wechsel
neu bewerben, sondern auch von den Unternehmen, die das lebenslange Lernen
ihrer MitarbeiterInnen nachdrücklich fördern.
Maßnahmen
- Die beteiligten Unternehmen einigen sich auf vergleichbare Kompetenz-Modelle.
- Individuell anpassbare Trainingsangebote, die auch unternehmensübergreifend
genutzt werden können.
- Ein gemeinsames Feedback-System.
- Die Einführung eines Beschäftigungspasses.
- Sie fördern die Ausweitung von Gruppen- und Projektarbeit den verstärkten Einsatz von Jobrotation.
- Einheitliche Rahmenbedingungen für Sabbaticals.
Thema Unternehmenskultur
Thesen
Mündige, eigenbestimmte und zur Eigenverantwortung bereite, ja dafür begeisterte MitarbeiterInnen brauchen Führungskräfte, die sie genau in ihren unternehmerischen Eigenschaften und Fähigkeiten unterstützen. Notwendig ist eine Führungsqualität, die das Selbstvertrauen, sich auch auf unbekanntem Terrain zurecht zu finden und erfolgreich weiterzukommen, stärkt und dazu ermutigt, über eigene Grenzen hinauszuwachsen. Das setzt voraus, dass Führungskräfte die ihnen anvertrauten Selbst-UnternehmerInnen in keiner Weise blockieren, indem sie beispielsweise deren Eigen-Verantwortlichkeit fürchten und als gegen sich und die eigenen Interessen gerichtet empfinden. Die Verwirklichung der Selbst-GmbHs hängt in hohem Maße davon ab, dass Vorgesetzte auf allen Führungsebenen dazu motivieren und sich als Vorbilder an unternehmerischem Talent erweisen. Die Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsorganisation darf von den Führungskräften nicht als Mehrbelastung gewertet werden - hier ist eine klare Kundenorientierung ebenso angesagt wie Mitarbeiterorientierung. Für sie gilt es zu verstehen, dass die Unternehmen ihren Selbst-UnternehmerInnen ganz bewusst einen Teil ihrer Arbeitszeit für qualifikationserhaltende und -erweiternde Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung stellen - einerseits, um eine große Bandbreite von Wissen für das Unternehmen nutzbar zu machen, andererseits, um ihre Beschäftigungs-Sicherheit zu gewährleisten und zu fördern. Von den Führungskräften verlangt dies größtmögliche Aufgeschlossenheit allen Weiterbildungsmaßnahmen ihrer MitarbeiterInnen gegenüber. Die dialogische Ergänzung, die sie durch die Selbst-UnternehmerInnen erfahren, nützt der eigenen beruflichen Entwicklung. Die Angst vor dem möglichen Verlust von Herrschaftswissen zählt ebensowenig wie die Sorge um einen Mehraufwand an Organisation. Für die Personalverantwortlichen der Unternehmen bedeutet dies, (potentielle) Führungskräfte nur dann zu fördern, wenn sie beweisen, dass sie zur Entwicklung und zum Erhalt der notwendigen Führungskultur beitragen und kreativ damit umzugehen in der Lage sind. Verstöße gegen den Wertekanon eines Unternehmens sollten für alle MitarbeiterInnen hierarchieübergreifend Konsequenzen haben.
Maßnahmen
- Die Unternehmen einigen sich auf eine dialogisch-partnerschaftliche Führungskultur, die eigenverantwortliches Denken und Handeln der MitarbeiterInnen fördert.
- ein einheitliches Beurteilungssystem für (potentielle) Führungskräfte, bei dem das Zulassen und die Förderung von eigenverantwortlich denkenden und handelnden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen eigenen Stellenwert bekommt.
- Unternehmen, die die vereinbarten Maßnahmen einhalten, erhalten eine entsprechende Auszeichnung.
Thema Vergütung
Thesen
Um unternehmerisches Handeln zu fördern und anzuerkennen, sollte die Bezahlung der Selbst-UnternehmerInnen flexibel ("atmend") und leistungsgerecht gestaltet werden. Sie setzt sich aus einem Fixbetrag und einem variablen (Risiko-)Betrag zusammen, wobei letzterer das Ergebnis der individuellen Leistung ebenso berücksichtigt wie die Gesamtleistung des Unternehmens, für das die Selbst-GmbH arbeitet (Gewinnbeteiligung).
Der Anreiz zu unternehmerischem Handeln und zur Mitverantwortung wird dadurch verstärkt, dass die Kompensation einen Anteil von Mitbesitz am Unternehmen (Beteiligung am Produktivvermögen) erlaubt. Sonstige Leistungen, wie zum Beispiel Sozialleistungen, sollten unternehmens-übergreifend transferierbar sein, wobei die Unternehmen Sorge für eine entsprechende Absicherung tragen.
Beides gilt auch für Altersversorgungs-Systeme: Eine einheitliche, unternehmensübergreifende Gestaltung und Ausstattung ermöglicht es den Selbst-UnternehmerInnen, erworbene Ansprüche im Falle eines Unternehmenswechsels mitzunehmen. Die Unternehmen ermutigen ihre Selbst-UnternehmerInnen zur aktiven Mitgestaltung ihrer Vergütung, die auch individuelle Lebens- und Arbeitsphasen berücksichtigen kann. Sie fordern sie gleichzeitig dazu auf, auch eigene Verantwortung für ihre Altersvorsorge zu übernehmen.
Maßnahmen
- Die beteiligten Unternehmen fördern eine "atmende" Kompensation, die einen Fix-Anteil ebenso berücksichtigt wie variable Anteile und eine einheitliche Menü-Gestaltung der Vergütung.
- die Vereinheitlichung und damit die Transferierbarkeit von Sozialleistungen und Pensionen.
- eine Gewinnbeteiligung, die die Leistung des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin ebenso berücksichtigt wie die Gesamtleistung des Unternehmens.
Die Idee der Selbst GmbH
Die Idee der Selbst-GmbH, die wir im folgenden noch einmal detailliert schildern, und ihre Verwirklichung haben auf den gesamten Arbeitsmarkt entscheidende und für alle Beteiligten fruchtbare Auswirkungen. Deshalb machen wir in unserem Aktionsplan deutlich, bei welchen Themenkomplexen akuter Handlungsbedarf besteht, um der Selbst-GmbH Vorschub zu leisten. Thesen wie Maßnahmen bitten wir als Diskussionsgrundlage zu betrachten: Wir sind offen für Kritik wie für weitere Anregungen.
Die Idee der Selbst-GmbH vor dem Hintergrund eines veränderten Arbeitsmarkt-Szenarios:
Deutschland ist auf dem Wege von einer Produktionsgesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft, und damit verändern sich nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch die tradierten "Patent-Rezepte" für erfolgreiches Wirtschaften. Auf der Suche nach neuen Wegen stellt sich heraus, daß kollektive Lösungen nicht länger sinnvoll sind: Was sich für das produzierende Gewerbe als richtig erweist, muss nicht als Vorbild für ein Dienstleistungsunternehmen dienen. Der Umgang mit Vielfalt und Komplexität bedingt, immer mehr zu differenzieren und auszuwählen: ohne dabei die Garantie zu haben, dass die Auswahl sich als die richtige herausstellen wird. Auch Globalisierung, Fusionen, Technologisierung und Umstrukturierungen tragen dazu bei, dass die Arbeitnehmer/innen nicht mehr mit einem lebenslang sicheren Arbeitsplatz rechnen können. Auf einem funktionierenden Arbeitsmarkt haben sie aber dann weitere - und möglicherweise viel bessere - Chancen, wenn sie sich darauf einstellen, dass es jetzt und in Zukunft notwendig ist, kontinuierlich für die eigene Arbeitsmarkt-Fitness zu sorgen.
Als Personalentwickler in eigener Sache und in eigener Verantwortung qualifizieren sie sich für wechselnde Aufgaben auf einem sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt. Es sind im Grunde dreierlei "Tugenden", die sie auszeichnen: Selbstorganisation, Selbststeuerung und Selbstreflexion. Die neue Einstellung, sein Arbeitsleben in eigener Verantwortung organisieren zu wollen, kommt dadurch zum Ausdruck, dass jeder Mensch sinnbildlich eine Selbst-GmbH gründet und sich damit als Unternehmer in eigener Sache versteht. Existenzgrundlage der Selbst-GmbH ist die persönliche Verantwortung, die der einzelne Mensch seinem Lebensweg und seiner Arbeit gegenüber übernimmt. Selbst-UnternehmerInnen zeichnen sich durch Eigen-Ständigkeit, Eigen-Bestimmtheit, Eigen-Verantwortung und Eigen-Initiative sowie durch die Bereitschaft und die Fähigkeit aus, den Geschäftserfolg für ihre Selbst-GmbHs zu maximieren. Der größtmögliche Geschäftserfolg des Unternehmens, für das sie arbeiten, liegt in ihrem eigenen (Geschäfts)-Interesse. Intellektuelle Flexibilität und Mobilität sind ihnen selbstverständlich: Sie nutzen ihre Chancen, wie und wo sie sich anbieten und trauern nicht mehr einer Vergangenheit hinterher, für die die Geschäftsgrundlage entfallen ist. Auf welchen Gebieten sie weiterlernen, und wie sie ihre Karriere gestalten wollen - ob sie z.B. eine Fach- oder eine Führungslaufbahn anstreben - obliegt ihrer Entscheidung und ihrem Talent, sich richtig einschätzen zu können. Ob sie sich - unabhängig vom Geschlecht - zu Familienphasen entschließen oder zu Sabbaticals, für wann diese geplant sind und wie lange sie dauern sollen: Auch hier sollen ihnen alle Möglichkeiten offenstehen, ohne dass ihnen die Entscheidung dafür abgenommen würde.
Kern des neuen Kontrakts, der die VertragspartnerInnen bindet, ohne sie in starren Strukturen einzuengen und an ihrer Entfaltung zu hindern, ist eine Verpflichtung auf Gegenseitigkeit. Beide Seiten bilden eine Gemeinschaft, die auf wechselseitigem Geben und Nehmen beruht. Auf der einen Seite bringen die ArbeitnehmerInnen ihre unternehmerische Kompetenz ein. Es ist Sache der Unternehmen, ihren MitarbeiterInnen, die zu MitunternehmerInnen werden, auf der anderen Seite alle möglichen Freiräume und "Spielregeln" anzubieten. Der Aufwand, der für ein lebensphasen-, arbeitsphasen- und familienphasengerechtes Arbeiten erforderlich ist , wird von beiden Seiten getragen. So könnte ein Arbeitnehmer, der eine bestimmte Weiterbildungsmaßnahme wahrnehmen möchte, die vom Unternehmen bezahlt und organisiert wird, seinerseits dafür Urlaubs- oder Freizeit ein bringen. Auf jeden Fall gilt: Auf die "alten Sicherheiten" kann dann am besten verzichtet werden, wenn es gelingt, unter verantwortlicher Beteiligung aller neue, realistische Sicherheiten zu schaffen.
Das Arbeitsleben wird zunehmend einem kontinuierlichen Veränderungsprozess entsprechen:
in Hinblick auf Lebens-, Arbeits- und Weiterbildungsphasen, Arbeitsplätze und
Arbeitszeiten, Aufgaben, Funktionen und Vergütung. Den Takt geben zwei Komponenten
an: Die Entwicklung der Selbst-UnternehmerInnen und die klare Orientierung an
den Bedürfnissen der Kunden und Kundinnen. Der Arbeitsmarkt wird damit eindeutig
zum Kundenmarkt. Eine Selbst-GmbH ist keine egoistische Veranstaltung: Das Plädoyer
für Eigenverantwortung darf nicht zu Egozentrik und Rücksichtslosigkeit führen.
Selbst-UnternehmerInnen wissen, dass sie auf andere, auf deren Vertrauen und
auf deren Unterstützung angewiesen sind - ob es sich nun um MitarbeiterInnen,
KollegInnen, KundInnen oder LieferantInnen handelt. Selbst-UnternehmerInnen sind
sich darüber bewusst, dass ein Ganzes mehr ist als die Summe seiner Teile.
Unser Aktionsplan: "Themen-Komplexe rund um die Selbst-GmbH"
Fragen, Anregungen, Wünsche?
Initiative Wege zur Selbst-GmbH e. V.
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